Album Verlag

book_natur_web

NATURSELBSTDRUCKE

DEM ORIGINALE IDENTISCH GLEICH

WIEN 2014, 205 SEITEN, ZAHLREICHE FARBABBILDUNGEN | HERAUSGEGEBEN VON

SIMON WEBER-UNGER, ALBUM VERLAG | TEXTE VON MILA MOSCHIK UND MATTHIAS SVOJTKA

ISBN 978-3-85164-190-5 | PREIS: EUR 52,00

GEWINNER DES GOLDEN PIXEL AWARDS 2014, GOLD DES CCA 2015, NOMINIERUNG DER EUROPEAN DESIGN AWARDS 2015

„Die Krystallschränke der neuen Auslage der Hof- und Staatsdruckerei in der Singerstraße erregen die Aufmerksamkeit jedes Vorübergehenden, doch fesselt nichts in dem Grade wie die wunderbaren braun in braun gehaltenen Pflanzenabdrücke, die einem nachbarlich aufliegenden Buche, der ‚Physiotypia plantarum austriacarum‘ angehören. Laie und Kenner staunen über die Natürlichkeit, mit welcher ihnen hinter den Glastafeln die Kinder unserer heimischen Flora entgegenschauen. Man wird irr, ob das eigenthümlich getrocknete Pflanzen seien, die auf dem Papier kleben, oder ob es wirklich möglich wurde, durch ein graphisches Mittel an den geheimsten Webstuhl der Natur zu gelangen“.

(Die Presse, Nr. 186 von 1856)

Der Naturselbstdruck, bei dem Naturobjekte wie z.B. Pflanzen als Druckform dienen, ermöglicht das original- getreue Abbilden selbst des kleinsten Details. Basierend auf der Idee von Herbarien und Naturalien- sammlungen lieferte er eine neue und langlebigere Art der Authentizität für die Wissenschaft im 19.Jh. Unser aufwendig gestaltetes Buch widmet sich der Geschichte und Entwicklung dieser noch heute ästhetisch wie handwerklich faszinierenden Drucktechnik. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Naturselbstdruck der k. k. Hof- und Staatsdruckerei, den Alois Auer und Andreas Worring ab 1849 perfektionierten; der „Physiotypia plantarum austriacarum“ von 1856, einem aufwendigen Druckprojekt von Constantin Freiherr von Ettingshausen und Alois Pokorny; und der Fotografie, die in ihrer ursprünglichen Form ab 1839 mit Talbots Pflanzenfotogrammen dem Naturselbstdruck sehr ähnlich war.

Zahlreiche Abbildungen veranschaulichen die vielfältigen Anwendungsgebiete dieser Drucktechnik - nicht nur in der Botanik, sondern auch in Mineralogie und Fauna, bei Spitzen- und Stoffmustern, Papiergeld und Stempelmarken kam sie zum Einsatz. Das zwischen Foto und Objekt liegende Ergebnis strahlt eine noch heute spürbare Anziehungskraft aus.

Vorzugsausgabe: 50 Exemplare beinhalten den nummerierten und signierten Naturselbstdruck „Vitis vinifera, transgen.“ auf Büttenpapier von Margret Weber-Unger (* 1978), produziert mit der von Alois Auer und Andreas Worring in Wien entwickelten Technik.

(Preis und Verfügbarkeit auf Anfrage)