Von Schönheit und Schrecken des Schachspiels
SMadness
Von Schönheit und Schrecken des Schachspiels

von Michael Ehn und Ernst Strouhal

Wien 2022, 608 S.
Grafik: Michael Karner, Nina Sponar

In Kooperation mit der Universität für Angewandte Kunst, Wien

ISBN 978-3-85164-212-4

Preis 36 Euro

 

 

Buchpräsentation und Schachsimultan:
25. Mai 2022, 18:00
Universität für angewandte Kunst Wien
Auditorium, Expositur Vordere Zollamtsstr. 7, 1030 Wien

Buchpräsentation
Michael Ehn, Ernst Strouhal
Begrüßung: Simon Weber Unger (Album Verlag)
Zum Buch: Christoph Winder (Der Standard)

Schachsimultan
Schachgroßmeisterin Regina Theissl-Pokorná spielt gleichzeitig gegen 24 Gegner*innen.

Film
Chess Fever (R: Wsevolod Pudovkin, 1925)

An diesem Abend wird sich das Café in der Aula der Angewandten in ein Schachcafé verwandeln: Im Café besteht die Möglichkeit zum Schachspielen, Figuren und Bretter werden zur Verfügung gestellt!

Anmeldung zum Simultan:
Michael Ehn: m.ehn@schachundspiele.at
Ernst Strouhal: ernst.strouhal@uni-ak.ac.at

 

 

 

Auf Seite 1196 in “Zettels Traum” von Arno Schmidt findet sich der seltsame Ausdruck smadness – ein Wort, das wie kein anderes das Schachspiel charakterisiert: Gleichzeitig lesbar als Verrücktheit wie Melancholie, vermittelt es die spielerische Simultaneität von Überschwang und Traurigkeit, gefährlicher Leidenschaft und purer Freude.

SMadness ist Titel wie Leitmotiv des vorliegenden Buches, in dem die beiden Autoren in 180 Episoden eine Geschichte des Schachspiels erzählen – als eine labyrinthische Geschichte der Außenseiter wie der großen Meister, des Scheiterns ebenso wie des Triumphierens. Berichtet wird unter anderem vom Ursprung des Spiels in Indien und Persien, von den Wahlverwandtschaften des Spiels zu Philosophie, Literatur, Kunst und Musik, vom Überschreiten der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn, vom Kampf der Geschlechter und nicht zuletzt von den vielen kulturellen Passagen und Räumen, die das Schachspiel im Laufe seiner Reisen durchquerte. Unter allen Spielen nimmt das Schachspiel eine besondere Stellung ein. Schach wird auf Königs- wie auf Hinterhöfen gespielt, von reichen Prinzessinnen ebenso wie von bettelarmen Emigranten. Es ist eine weltweit verstandene Sprache, eine tragbare Heimat, bestehend aus einem Brett mit 64 Feldern, einer Handvoll Figuren und klaren Regeln.

Die Kapitel sind acht Abschnitten zugeordnet, das Buch erlaubt jedoch viele Leserichtungen. Eingerahmt werden die einzelnen Kapitel, die in Kurzfassungen schon in Fachzeitschriften und in Tageszeitungen (Der Standard) erschienen sind, von einer Einleitung und einem ausführlichen Personenregister. Mit über hundert ganzseitigen Abbildungen erzählt das Buch auch eine universelle Bildgeschichte des königlichen Spiels von seinen Anfängen bis zur Gegenwart.