ZENTREN GEISTIGER STADTERWEITERUNG
Die Architektur der Wiener Volkshochschule
Autor:innen: Carina Sacher & Lukas Vejnik
Fotoessay: Florian Rainer
Grafische Gestaltung: Christoph Schörkhuber
Lektorat: Brigitte Ott
Wien 2025, 202 S.
ISBN 978-3-85164-217-9
Preis EUR 30,00
Erscheinungstermin: November 2025
Untrennbar mit der Geschichte des Roten Wien ist der bis heute als vorbildlich geltende soziale Wohnungsbau verbunden. Mit der Realisierung von Nachbarschaftszentren für die Volkshochschulen in den neuen kommunalen Wohnsiedlungen übernahm die Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg eine weitere Bauaufgabe. Die Volksheime und Häuser der Begegnung setzten die von der Volksbildungsbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts formulierte Idee eines flächendeckenden Netzes eigener Häuser fort.
Die Publikation Zentren geistiger Stadterweiterung wirft einen Blick auf die bisher wenig beachteten Bauten der Wiener Volkshochschule im Kontext von Stadtentwicklung und Wohnbau in den drei Jahrzehnten nach 1945. Die Autor:innen Carina Sacher und Lukas Vejnik erzählen von gelungenen Experimenten und gescheiterten Projekten, von intimen Klubräumen und großzügigen Bezirkszentren, von Kontinuitäten und Brüchen auf dem Weg zu einer Raumgestaltung für die Erwachsenenbildung.
Neben der historischen und internationalen Verortung dieser polyzentralen Nahversorgungsarchitektur für Bildung und Gemeinschaft knüpft das Buch an aktuelle stadt- und bildungspolitische Diskurse an und versteht sich als Beitrag zum Weiterbauen an demokratischen und öffentlichen Räumen in einer wachsenden Stadt mit vielen Mittelpunkten.
Gefördert von: Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) / Land Kärnten – Kunst und Kultur / Stadt Wien Kultur – MA7 und 15. Bezirk / Zukunftsfonds der Republik Österreich
Die Autor:innen erzählen die Architekturgeschichte der Volkshochschulbauten – und dabei die Geschichte unseres Demokratieverständnisses gleich mit. Auf 200 Seiten dröseln sie die Historie der Wiener Institution akribisch auf: von den Anfängen um die Jahrhundertwende über die Hochblüte im Roten Wien, der brutalen Zäsur der Nazis bis zur Renaissance der Volksbildung nach 1945 – und schlagen dabei eine Brücke in die Gegenwart, zu einer hochaktuellen Debatte: Wieviel Raum braucht die Demokratie? Wo findet Öffentlichkeit statt? Und ist es Aufgabe des Souveräns, diese Orte bereitzustellen?
