Sepp Dreissinger
ned bös sein
Gemischte Wiener Sätze
27 Gespräche
„So nebenbei geschieht das Außerordentliche“, schrieb Elfriede Gerstl einmal auf eine Postkarte. So gesehen passierte es auch Sepp Dreissinger beim Durchstöbern seines Video- und Audio- Materials. Überraschendes kam zum Vorschein beim Anhören vermeintlich vergessener Bänder, zum Teil aus den späten 1990er-Jahren. Die zwischen und nach Foto- oder Videoaufnahmen „so nebenbei“ geführten Gespräche u. a. mit Ilse Aichinger, Friederike Mayröcker, Lucia Westerguard, Gert Voss oder Gerhard Bronner sind ein ebenso kurzweiliges Lesevergnügen wie aktuelle mit Nicolas Mahler, Dirk Stermann, Joesi Prokopetz, Agnes Palmisano, Christian Skrein, Al Cook oder Roland Neuwirth, die ergänzend für dieses Buch geführt wurden. Lesegeschichten – sich kreuzende Lebensläufe in gemischten Wiener Sätzen über Typen, Wien und die Wiener...
Michael Ehn und Ernst Strouhal
Auf Seite 1196 in “Zettels Traum” von Arno Schmidt findet sich der seltsame Ausdruck smadness – ein Wort, das wie kein anderes das Schachspiel charakterisiert: Gleichzeitig lesbar als Verrücktheit wie Melancholie, vermittelt es die spielerische Simultaneität von Überschwang und Traurigkeit, gefährlicher Leidenschaft und purer Freude.
smadness ist Titel wie Leitmotiv des vorliegenden Buches, in dem die beiden Autoren in 180 Episoden eine Geschichte des Schachspiels erzählen – als eine labyrinthische Geschichte der Außenseiter wie der großen Meister, des Scheiterns ebenso wie des Triumphierens.

